Ein tolles Jahr neigt sich dem Ende zu

Wir blicken auf ein tolles und für uns erfolgreiches Jahr 2017 zurück.

Zugegeben, Anfang 2017 kam ich etwas ins Zweifeln ob das der richtige Weg für uns ist…
Phili fing mit einem SG in Tostedt und Groningen/NL an und erreichte an beiden Tagen in Bremen ein SG3. Als Abschluss zauberte er in Kaltenkirchen trotz seines quirligen Temperaments ein V2 hervor.

Nexi wurde in Sottrum ausgestellt und was soll ich sagen, so ist das Ausstellerleben nun mal… doch dafür überzeugte er in Bremen um so mehr, ein traumhaftes SG2 trieb mir dann doch echt die Tränen in die Augen und ich danke Gudrun Disse das sie Nexi für mich präsentiert hat.

Im Oktober wurde Nexi dann zum ersten mal Papa, ganz unkompliziert und ein paar Stunden später erblickten am Sonntag morgen den 22.10.2017 sieben Zwerge das Licht der Welt. 3 sable Damen und ein sable Prinz, 2 trico Damen und 1 trico Prinz mit wunderbaren Zeichnungen, entdecken seit dem die Welt.

Auch möchte ich mich bei den Leuten bedanken die mich in meinem Vorhaben immer unterstützen und inzwischen echte Freunde geworden sind, ich danke euch sehr!

Für 2018 haben wir schon einige Pläne und hoffen doch, den ein oder anderen besuchen zu können und auf Ausstellungen wieder zu treffen.

Nun wünsche wir euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins 2018 und ganz viel Erfolg und das sich eure Wünsche ein Stück weit erfüllen mögen <3

 

Stehohren und das leidige Thema der Weitervererbung

Wissen Sie ob ihr Collie Stehohren vererbt? Ich auch nicht!

Den was wir sehen ist nicht immer das, was vererbt wird! Wir können in den seltensten Fällen sagen ob Stehohren reinerbig oder mischerbig sind!

Phänotyp: äußeres Erscheinungsbild eines Organismus. Das Erscheinungsbild wird stets vom Genotyp bestimmt
Genotyp: gesamte genetische Ausstattung eines Organismus
rezessives Merkmal: bezeichnet ein phänotypisch nicht auftretendes Merkmal; dieses ist aber dennoch im Genotyp vorhanden (Xy). Damit es Auftritt muss es reinergebig vorliegen (yy)
dominantes Merkmal: phänotypisch auftretendes Merkmal, tritt sowohl bei einem reinerbigen- (XX), als auch mischerbigen (Xy) Genotyp auf.
Allel: bezeichnet die verschiedenen Varianten/Ausprägungen eines Merkmals bzw. Gens
homozygot: beide Allele für eine bestimmtes Merkmal sind identisch (z.B. AA oder aa)
heterozygot: Allele für eine bestimmtes Merkmal unterscheiden sich (z.B. Ab, Ba)
Parentalgeneration: Elterngeneration bzw. Ausgangsgruppe einer zu untersuchenden Erblinie
Filialgeneration: Nachfolgegeneration der Parentalgeneration
monohybrider Erbgang: betrachtet nur ein Merkmal (z.B. Farbe)
dihybrider Erbgang: betrachtet zwei Merkmale (z.B. Farbe und Form)

Uniformitätsregel

Kreuzt man Individuen einer Art, die sich in einem Merkmal unterscheiden, für das sie reinerbig sind, dann sind die Nachkommen in diesem Merkmal alle gleich (gleicher Genotyp). Reinerbig (homozygot) bedeutet, dass für das Gen nur ein Allel vorliegt.

Spaltungsregel

Kreuzt man innerhalb von F1 treten Merkmalsausprägungen der P- und F1-Generation in Zahlenverhältnis 3:1 oder 1:2:1 auf. Die F1-Generation ist für das Gen heterozygot; es sind zwei Sorten der Gameten.

Kreuzung - Erbsen

Kreuzung – Blumen

Unabhängigkeitsregel

Allele verschiedener Gene können unabhängig voneinander vererbt werden. Bei einer Kreuzung der heterozygoten F1-Individuen entstehen dann neue Kombinationen von Merkmalsausprägungen, die weder in der P-noch in der F1-Generation zu beobachten waren.

3 Hintergrund

In den Körperzellen treten die Chromosomen paarweise auf. So besitzt der Mensch 23 Chromosomenpaare, also 46 Chromosomen. Man spricht von einem diploiden Chromosomensatz. Ein Chromosomensatz stammt vom Vater und einer von der Mutter. In einer Körperzelle sind die Erbanlagen pro Merkmal somit immer doppelt vorhanden. Der Nutzen der Rekombination liegt darin, dass mehr verschiedene Genkombinationen entstehen. Mit sexueller Vermehrung gibt es eine hohe Bandbreite an Nachkommen, und damit an Überlebensmöglichkeiten. Dazu kommt, dass Fehler oder Schwächen im Erbgut sehr ungleichmäßig auf die Nachkommen verteilt sind, sodass ein Ausgleich für Fehler beim Kopieren der Erbinformationen geschaffen wird.

4 Anwendung

Die Mendelschen Regeln werden angewendet:

  • in der Tierzucht
  • in der Pflanzenzucht, z. B. bei der Zucht von Hybriden
  • für Abstammungsgutachten, z. B. um nachzuweisen, dass bestimmte Menschen nicht als Elternteil eines Kindes in Frage kommen.

Kastration – Ja, Nein, Vielleicht?

Grade erst musste ich wieder lesen das ein junger Rüde kastriert werden soll…

Warum?

Hier nun ein paar Dinge die sie sich vor einer Kastration überlegen bzw. beherzigen sollten!

Wenn ich schon höre ein nicht mal einjähriger Rüde soll kastriert werden stellen sich mir gleich mehrere Fragen:

  1. Ist der Rüde medizinisch erkrankt? D.h. Hodenhochstand oder zu starker Stress?
  2. Hat der Besitzer keine Lust diese paar Tage im Jahr konsequent zu trennen?
  3. Hat der Besitzer keine Lust den Hund in diese Richtung vernünftig zu erziehen?

Ich erzähle Ihnen nun etwas aus meinem Alltag, von klein auf haben meine Rüden (welche bis heute intakt sind) gelernt auf Kommando z.B. mit dem Wort “runter” + einem Finger schnippen von jedem anderen Hund, sei es eine fantastisch riechende Hündin oder ein Kastrat, abzulassen. Selbst eine Hündin in der Standhitze wird hier nicht begattet wenn ich was sage! Zugegeben ich lege nicht viel Wert darauf ob meine Hunde sauber und ohne zug an der Leine laufen können, doch das Hündinnen oder Kastraten nicht belagert werden, ist mir wichtig! Gerade weil sie Deckrüden sind und ich dieses von Anbeginn so “geplant” hatte. Natürlich war mir auch von vielen gesagt worden das meine Rüden dann evtl. nicht mehr decken; kann ich nicht bestätigen, den wenn ich nix sage deckt Nexus z.B. sehr gut!

Warum also soll man einen so jungen Rüden der mitten in seiner Entwicklung ist kastrieren? Es ist nicht garantiert das er das nachstellen gut riechender Hündinnen lässt, weiterhin ist zu bedenken das grade beim Collie das Fell explodieren kann. Vom Risiko der Narkose mal abgesehen …

DAS alles ohne jeglichen medizinischen Grund?

Wenn Sie sich jedoch trotzdem für eine Kastration entscheiden und es keinen medizinischen Grund gibt warten sie doch bitte bis der Rüde ausgereift ist, dies ist meist mit 2,5 – 3 Jahren der Fall!

 

 

Mami kriegen wir einen Hund?

So oder so ähnlich klingt es wenn Kinder sich eine Hund wünschen. Doch machen Sie sich bewusst die Verantwortung liegt bei Ihnen!

Sie haben ein oder mehrere Kinder und diese wollen einen Hund? Bevor sie jetzt ja sagen, überlegen Sie bitte genau!

Es ist ja kein Geheimnis das Hund je nach Rasse und Größe teilweise gute 15 Jahre und mehr werden können. Aber fangen wir beim Welpen an.

Haben Sie, ja genau Sie, nicht Ihre Kinder, die Zeit alle 2 Stunden mit dem Welpen raus zu gehen, den Hund spielerisch zu erziehen? Warum Sie, werden sie jetzt Fragen, die Kinder wollten doch den Hund und sollen sich dann auch darum kümmern! NEIN, i. d. R. können Kinder nicht auf Dauer die Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen! Sie können noch nicht immer entscheiden was richtig und falsch ist, vorausschauend denken und schon gar nicht wollen sie die alleinige Verantwortung übernehmen … Das sieht die Evolution so nicht vor.

Ich erzähle Ihnen mal etwas aus meiner Kindheit, mein Bruder und ich haben lange gequengelt das wir einen Hund wollen. Ich glaube ich war 13 Jahre alt, wir waren zu Besuch in Berlin bei meiner Tante und als wir nach Hause kamen stand da ein kleiner schwarzer Labrador, Rotti, Husky Mix namens Arco. Ich ging ins Wohnzimmer und er piselte mir zur Begrüßung gleich mal auf die Füße, mein Hund, endlich wir haben einen Hund! ABER im gleichen Atemzug kam auch: “Ihr müsst euch um ihn kümmern.” Ja Mama, natürlich Mama, immer! Wir geben ihm Fressen und spielen mit ihm … Das denkt ein Kind!

Also wachte ich am nächsten morgen ganz früh auf, oh der Hund hat in die Wohnung gepiselt, schnell wegmachen und den Hund in den Garten lassen. Ich zog mich an und ging eine Runde mit ihm um den Block, er war ja noch klein, brauchte nicht so viel Auslauf. Dann Frühstück machen und das Welpenfutter. Inzwischen waren alle wach und es drehte sich alles um den kleinen.

Und es wurde Montag, Mutti musste arbeiten und die Kinder in die Schule, aber halt! Vor der Schule muss der Hund noch raus und das nicht nur bis an die Ecke, nein so ca. 20-30 Minuten, das hieß also wir mussten früher aufstehen. Während der Schulzeit ist mein Vater mit dem Hund einmal über die Straße zum pipi machen gegangen. Um 14:30 Uhr kamen wir von der Schule, das erste was wir mussten war mit dem Hund raus gehen, Mutti kam von Arbeit die erste Frage war … War der Hund schon draußen? Jein, bei Regen natürlich meistens nicht! Dann die Freunde, sie holen einen zum “spielen” ab, aber halt, war der Hund schon draußen? Du musst erst noch mit dem Hund raus gehen!

Inzwischen war Arco 6 Monate und echt ein halbstarker Rüde ohne Erziehung … Okay er konnte Pfote geben und vor seinem Essen artig sitzen bis ich sagte er darf ran. Er wog gute 30 Kg war sportlich und der Schreck der Nachbarn. Also meldete ich mich mit dem Hund nach einer Empfehlung von einem Gassikumpel in der Hundeschule an … Mutti zahlte! Aber sie war nie einmal mit und ich erst gerade mal 14 Jahre, ich ging also immer Samstag 14 Uhr mit Arco zur Hundeschule aber verstand natürlich nicht immer alles was sie uns dort versuchten beizubringen.

Inzwischen ist Arco 9 Monate alt, ein unerzogenes Scheusal das ständig über den Zaun ausbricht, kaum mehr an der Leine zu halten ist, er wiegt gute 35 kg, und meinem Vater in die Hand biss! Warum? Ganz einfach, ich habe immer den Hund gefüttert, konnte ihm den Napf wegnehmen und wieder hinstellen, das habe ich mit ihm geübt, war also Bezugs”person”. Nun war ich eine Woche mit der Schulklasse im Landschulheim und mein Vater wollte ihm den Napf wegnehmen und noch etwas Reis und Hähnchen nachgeben! Da passierte es!!!

Nach und nach wurde er immer schwieriger und als er dann letztendlich meinen Vater anknurrte und ihn biss musste er weg, WARUM? Weil wir Kinder uns nicht genug um den Hund gekümmert haben!

Ich war tot unglücklich, es brach mir das Herz, habe alles in meiner kindlichen Macht stehende getan! Und nun kommt er weg! Mein Vater setzte ihn also in die Zeitung, und eine Familie kam und nahm ihn mit.

Bitte überlegen Sie sich genau ob Sie!!! als Erwachsener einen Hund haben wollen und die Verantwortung dafür tragen wollen und können, es ist schön wenn die Kinder ihnen helfen, Gassi gehen, Tricks üben und auch mal mit zur Hundeschule kommen, aber zu guter Letzt bleibt es an Ihnen hängen. Sie tragen die Verantwortung und haben die Pflicht den Hund artgerecht zu pflegen und zu sozialisieren, NICHT ihre Kinder!

Den letzten Weg gemeinsam gehen

Wir alle wissen das unsere geliebten Vierbeiner vor uns gehen werden, doch viele stehen plötzlich vor der Frage was dann?

Unsere geliebten Tiere bleiben leider nicht ewig bei uns, doch was, wenn der Tag gekommen ist und wir mit ihnen den letzten Weg gehen müssen und sollten? Natürlich bricht es uns das Herz und wir stehen neben uns, doch genau aus diesem Grund sollten wir frühzeitig überlegen wo und wie wir unser Tier bei uns tragen möchten.

Nicht jeder hat einen eigenen Garten und die Möglichkeit sein Tier dort zu begraben, doch was dann? Man möchte das Tier nicht beim Tierarzt lassen und dort an eine Tierkörperbeseitigungsanstalt übergeben.

Ich selbst möchte meine Tiere gerne in einem speziellen Tier-Krematorium einäschern lassen, und sie mit einer Strähne ihres Felles und einem Pfotenabdruck sowie der Urne an einem MIR wichtigen Platz hinstellen. Die Kosten hierfür richten sich je nach Größe des Tieres, der Urne sowie weiteren Kosten wie Abholung beim Tierarzt, Lagerung und Einäscherungstermin mit anschließender Übergaben bzw. versandt per Post an den Wohnort. Die Kosten für einen 25kg Hund liegen bei ca. 500€.

Aber es gibt auch die Möglichkeit aus der Asche des Tieres einen Diamanten pressen zu lassen und diesen vielleicht in ein gewünschtes Schmuckstück einfassen zu lassen. Die Kosten für einen Diamanten fangen bei ca. 3000€ an und richten sich nach Größe, Schliff und Karat so dass ein 0,25 Karat Brilliantschliff gelb bei ca. 3000€ liegt, das gleiche als blau-weiss bei ca. 4000€ und auch ein Rohdiamant blau-weiss mit 0,25 Karat liegt noch bei ca. 2500€.

Vielleicht für den ein oder anderen etwas makaber aber auch die Möglichkeit des Präparieren oder umgangssprachlich “Ausstopfen” ist gegeben.  Die Kosten hierfür belaufen sich ebenfalls auf ca. 500€, doch nicht jeder möchte sein Tier mit glasigen Augen im Haus stehen haben.

Bitte setzen sie sich frühzeitig mit diesem Gedanken auseinander und legen sich rechtzeitig (ich denke bei mittleren Rassen so ab dem 10. Lebensjahr) das nötige Kleingeld zur Seite, vlt. stöbern sie auch schon mal nach einer passenden Urne die Ihrem Liebling gerecht wird, denn niemand möchte dann halbherzig etwas aussuchen weil nicht genug Geld zur Verfügung steht oder einem einfach nichts gefällt.

1995 – 2006 Barclay unser Junior und ein absoluter Kinderhund

Ein Tag am Meer

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter uns.

Samstag morgen hatten wir Generalprobe für die BH mit dem Fazit Nexi werde ich zur Prüfung anmelden Phili braucht noch Training.  Nachmittags waren wir bei den Collies vom Deichland, haben mit den Damen geschäkert und sind mit und über deren Wiesen gerannt. Danke an dieser Stelle für den tollen Tag.

Sonntag sind wir dann spontan ans Meer gefahren. Es folgen ein paar Eindrücke von Hundestrand in Hooksiel. Es wehte eine leichte Brise.

Ein Jahr neigt sich dem Ende zu!!!

In diesem Jahr gab es viele auf und abs, stolz bin ich über das V2 auf der IHA Kreuzlingen. Etwas traurig über die Verletzung an Nexis Kralle, sie wächst gaaaaanz langsam wieder nach. Wir üben weiter an unserem Gehorsam für die Begleithundeprüfung die wir leider im Herbst nicht bestanden haben. Doch was mich am meisten freut ist das meine Hunde und ich immer mehr zusammen wachsen. Natürlich haben wir uns für 2017 auch neue Ziele gesetzt und schauen was es bringt.

Nun wünschen wir allen Zwei- und Vierbeinern einen guten, gesunden und erfüllenden Rutsch ins 2017.

Ein schöner Sommer …

Wir hatten einen schönen und entspannten Sommer, mit viel Besuch am Zwischenahner Meer und quer durch  Oldenburg und dem Ammerland